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Älterwerden bedeutet oft, schlechter zu hören. Zugeben will das niemand. Die meisten von uns lehnen es ab, ein Hörgerät zu kaufen. Im International Journal of Audiology ist nachzulesen, dass 80 Prozent der 55- bis 74-Jährigen, denen ein Hörgerät nützlich sein könnte, keines verwenden.
Warum nicht?
Antworten: weil es zu teuer und unhandlich ist, weil es alt macht.
Aber: Hörverlust betrifft nicht nur die Hörqualität sondern hat Einfluss auf die physische, emotionale und kognitive Gesundheit. Studien zeigten einen Zusammenhang zwischen schlecht Hören und schlechter Gesundheit, emotionalen Störungen, kürzerer Lebenserwartung. Eine Studie von Frank Lin der John Hopkins Universität untersuchte 639 Erwachsene im Verlauf von 12 Jahren. Ergebnis: bereits ein leichter Hörverlust steht in Zusammenhang mit einem doppelten Risiko für eine Demenzerkrankung.Ein mäßiger Hörverlust verdreifacht das Risiko und ein schwerer Hörverlust verfünfacht das Risiko, an Demenz zu erkranken.
Grund: Hören ist nicht nur eine Funktion der Ohren sondern hat auch etwas mit dem Gehirn zu tun. Nicht gut zu hören reduziert die Stimulation des Hörzentrums im Gehirn. Menschen, die schlecht  hören neigen dazu, sich zurückzuziehen und die daraus entstehende Einsamkeit und Depression erhöhen das Risiko an Alzheimer zu erkranken. Die ständige Anstrengung, etwas zu hören kann zu einer “kognitiven Belastung” oder  geistigen Ermüdung führen und Ursache für ein erhöhtes Sturzrisiko sein.

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