Der nächste Einstein kommt aus Afrika

März 10th, 2016 | No Comments | Posted in Featured Articles, Wissenschaft und Forschung

Der nächste Einstein kommt aus Afrika

Warum nicht? Der Kontinent, der sonst meist mit Kriegen, Chaos und hungernden Kindern in Verbindung gebracht wird, verfügt  über eine rasant wachsende Wissenschaftlergemeinschaft und viele junge Menschen mit Potenzial, die leider ins Ausland gehen, weil ihre Forschung dort besser gefördert wird. Das Next Einstein Forum möchte das ändern.
“Wir möchten Afrika in die globale Wissenschaftslandschaft integrieren und zu einem weiteren Zentrum für Forschung und Technologie befördern”, sagt Ingrid Wünning Tschol von der Robert Bosch Stiftung, die zu den Initiatoren gehört: “Wir erzählen die Geschichten, die noch nicht erzählt sind.”
Beispiel: Evelyn Gitau aus Kenia.Die junge Pharmakologin beschäftigt sich mit denen, die in der Wissenschaft oft zu kurz kommen: Sie verbringt viel Zeit in Krankenhäusern in Afrika mit Kindern, die an Malaria erkrankt sind und versucht Antworten auf noch offene Fragen zur Immunreaktion von Zellen auf ernste Krankheiten zu finden: inwiefern kann man Veränderungen in den Zellen als Marker nutzen, um ernste Krankheiten zu diagnostizieren? Rund die Hälfte schwerer Infektionskrankheiten wie Malaria werden nach Schätzungen von Forschern in den afrikanischen Krankenhäusern südlich der Sahara nicht erkannt. Nach ihrer Doktorarbeit in Liverpool kehrte Gitau 2007 nach Kenia zurück – und machte weitere beunruhigende Entdeckungen: Ihre Forschungen ergaben einen engen Zusammenhang zwischen schweren Malariafällen und starker Mangelernährung. Mit der Präsenz auf dem Forum steigen ihre Möglichkeiten, eine große Herausforderung zu meistern: Die Forscherin will erschwingliche Diagnosemöglichkeiten für den Alltag in afrikanischen Kliniken entwickeln und unzählige Leben retten.

Robert Bosch Stiftung.

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