Jugendzentrum für Senioren

Oktober 19th, 2015 | No Comments | Posted in Featured Articles, News

Gemeinsamkeit gegen Einsamkeit – das ist das Motto des ersten Jugendzentrums für Senioren in München, das seit April 2014 existiert. An jedem Wochentag besuchen rund hundert sogenannte ” Kinder von gestern” das Zentrum und beweisen, dass Lebensfreude nicht vom Alter abhängt. Initiiert wurde es von dem Schlagersänger Abi Ofarim. Ihm ist es mit dem Verein Kinder von gestern in kürzester Zeit gelungen, einen Ort zu schaffen, den es für Jugendliche längst gibt: ein Zentrum, wo mit jugendlichem Esprit unter Gleichgesinnten gemeinsam und selbstbestimmt Zeit verbracht werden kann. Wenn nötig, wird den Besuchern auch mit ehrenamtlicher Hilfe unter die Arme gegriffen– unabhängig von ihrer finanziellen Situation. Weil die Institution auf so viel positive Resonanz stößt, wird bereits über weitere Standorte in München und der Republik nachgedacht.  Das Jugendzentrum für Senioren wurde für den Deutschen Alterspreis 2015 der Robert Bosch Stiftung nominiert. Weitere Projekte, die für den Deutschen Alterspreis 2015nominiert wurden: u.a. das Magazin sechzig + sechzig in Nürnberg sowie das Kunstprojekt x-mal Mensch Stuhl, bei dem ältere Menschen im öffentlichen Raum auf Stühlen sitzen und essen, dichten, Brot schneiden und “Die besitzbare Stadt Griesheim.” Griesheim möchte, dass ältere Menschen gut in der Stadt leben können.Bin ich heute fit genug, um mich mit meinen Freunden zu verabreden? Ist der Weg zum Bäcker nicht doch zu weit? Darüber müssen sich ältere Menschen in Griesheim keine Gedanken mehr machen. Denn die hessische Kommune ist die erste besitzbare Stadt Deutschlands. Die Stadt arbeitet dafür eng mit Professor Bernhard Meyer zusammen, der sich seit über 30 Jahren mit der Rückgewinnung des öffentlichen Raumes beschäftigt. Zunächst wurde der Stadtraum mit dem Konzept der „bespielbaren“ Stadt für Kinder fit gemacht. Doch bald wurde klar, dass nicht nur Kinder besondere Bedürfnisse haben. Mit dem Konzept der „besitzbaren“ Stadt wurde gemeinsam mit Senioren überlegt, an welchen strategischen Wegen und Orten Kurzsitzgelegenheiten aber auch kommunikative Bankelemente die Stadt für älteren Menschen attraktiver machen könnten. Ein beispielhafter Ansatz, der bereits bei vielen Kommunen Interesse geweckt hat und als Initialzündung für weitere Stadtplanungskonzepte zum Thema „demografischer Wandel“ wirken kann.

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