Rosen ohne Nesseln?

Februar 12th, 2015 | No Comments | Posted in 50+ medial, Europa, Featured Articles, News

Zuerst die gute Nachricht:  es gibt mehr Rosen als Nesseln seit der Österreichische Seniorenrat und der Österreichische Journalisten Club die Medienpreise „Senioren-Rose“ und „Senioren-Nessel“ vergeben. Die Berichterstattung über die ältere Generation hat sich verändert-und zwar zum Positiven. In den vergangenen sechs Jahren gab es noch nie so viele Einreichungen für die „Senioren-Rose“, also für eine angemessene Berichterstattung über älter werdende Menschen.  Die Preisverleihung die am 10.2.2015 im Parlament in Wien stattfand ist eine Art Seismograph, der anzeigt, welches Bild in der Gesellschaft von der älteren Generation vorherrscht und welches Bild die Medien vermitteln.

Immer wieder: die Parkbank

Die schlechte Nachricht: in vielen Bildredaktionen sind die Klischees von taubenfütternden Rentnern auf der Parkbank immer noch vorhanden. Daher bekam die „Wiener Zeitung“ in der Kategorie Bild die „Nessel“ verliehen, weil sie einen Artikel über Ältere und Medikamente mit einem der üblichen Bildsujets illustrierte: knorrige, alte Hände auf knorrigen alten Stöcken, Alte sitzen auf der Parkbank und warten.

Autofahren jenseits 65+

Eine „Rose“ gab es für des ÖAMTC-Magazin “auto touring”, Ausgabe Oktober 2014.  Der Jury gefiel in dem Artikel „ Autofahren jenseits der 65“ besonders gut die Darstellung der älteren Generationen mit dem Stellenwert eines von heute gerecht werdenden Bildes als Autofahrer.  Von Peter Pisecker,  Chefredakteur von “auto touring“  war zu erfahren, dass die teilnehmenden Autofahrer 65 + großes Interesse an Neuerungen und Hilfestellungen bei modernen Fahrzeugen haben.

Werbeagenturen sind lernfähig

Wieder eine gute Nachricht: In der Kategorie Werbung wurde kein Beispiel für eine Nessel eingereicht. Die “Rose” ging an die MA 17 der Stadt Wien sowie an die Agentur Friedl und Partner für die  freundliche, generationenübergreifende Werbung „Als Gastarbeiter gekommen. Als Wiener geblieben.“ Ausschlaggebend für die Jury war der ausdrückliche Hinweis auf die gesellschaftliche Leistung der älteren Gastarbeiter-Generationen und das Gelingen der Integration.

Eine Nessel allein ist nicht genug für “IV-Positionen.”

Eigentlich hätten sie nicht nur eine „ sondern einen ganzen Nessel-Strauß verdient“ kommentierte Andreas Wohlmuth, Jury- Mitglied und Generalsekretär des Pensionistenverbandes Österreichs den Artikel in der Mitgliederzeitschrift des Industriellenverbandes  “IV-Positionen”. Darin werden  Pensionen als “vergangenheitsbezogene Aufwendungen” oder “Hauptausgabentreiber” bezeichnet und die Kosten für die Pleite der Hypo-Alpe-Adria wird mit jenen Kosten verglichen, die das Pensionssystem mit sich bringt. Fazit: ein “Nessel” für “pauschale, undifferenzierte, negative Stimmungsmache gegen eine ganze Bevölkerungsgruppe.”

Und die Rose in der Kategorie Journalismus geht an…

Die “Rose” ging an Christa Hofmann vom ORF  und ihren Betrag im Weltjournal  vom 16.11. 2014: “Europa – Arbeiten bis zum Umfallen”, in dem sie die Pensionssysteme und Lebensbedingungen älterer Menschen in Europa verglich.
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