Zeitzeugen der Shoah

Ab sofort bietet die Universität Wien den Zugriff auf über 50.000 Interviews von ZeitzeugInnen der Shoah mit rund 120.000 Aufnahmestunden an. Die Universitätsbibliothek Wien lizenziert einen Vollzugang zum Visual History Archive (VHA), der ZeitzeugInnen-Video-Datenbank der University of Southern California Shoah Foundation. Mit dem Zugang zu den Interviews erschließt sich – mehr als 75 Jahre nach dem “Anschluss” – eine wesentliche audiovisuelle Quelle zur Auseinandersetzung mit der NS-Zeit.
In Erinnerung bleiben
Durch das Ableben der ZeitzeugenInnen des Nationalsozialismus kommt der im VHA erhaltenen Überlieferung der Überlebenden der Shoah besondere Erinnerungsbedeutung zu. Maria Seissl, Leiterin der Universitätsbibliothek Wien: “Es war mir ein Anliegen, das wichtige Thema der ‘letzten Zeugen’ aufzugreifen und mit den im VHA enthaltenen videographierten Erinnerungen einen Beitrag gegen das Vergessen zu leisten. Das VHA
stellt einen weiteren Schritt für den digitalen Zugang zu Information dar, der sowohl den NS-Opfern und deren Nachkommen als auch der wissenschaftlichen Aufarbeitung und der Erinnerungsarbeit zugutekommt”.

www.univie.ac.at

 

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