Nicht alles was glänzt ist Gold

Dezember 14th, 2013 | No Comments | Posted in Featured Articles, News

Das trifft auch auf betreutes Wohnen zu. Viele Bauträger werben mit einer barrierefreien, seniorengerechten Infrastruktur, mit Arztordination, Gemeinschaftsräumen und Zusatzleistungen aber die Realität sieht oft anders aus, berichtet die Zeitschrift “Fair Wohnen” in ihrer jüngsten Ausgabe.

Beispiel: ein 80 jähriges Ehepaar, das sein abgelegenes Einfamilienhaus  verkaufte und in eine seniorengerechte Wohnung einer Wohnhausanlage zog.

Die Versprechungen erwiesen sich als falsch.

Es gab zwar eine Arztordination aber keinen Arzt.

Die Betriebskosten  wurden statt weniger immer mehr.

Dafür sank die Lebensqualität.

Klagen ist sinnlos

stellte die Rechtsberaterin der Mietervereinigung Österreichs fest, denn im Mietvertrag wird zwar auf eine altengerechte Ausstattung der Wohnung hingewiesen sowie auf eine Einrichtung zur Gesundheitsvorsorge, aber es werden keine Pflegeleistungen angeboten.

Es wird auch betont, dass als Mieter nur jene älteren Menschen in Frage kommen, die ihr Leben selbständig organisieren können.

Falsche Hoffnungen

verführen oft, einen Vertrag abzuschließen, in dem seniorengerechtes Wohnen angeboten wird, ohne sich bewusst zu werden, dass damit nichts anderes als barrierefreies Wohnen gemeint ist. Wobei es, wie Fair wohnen, schreibt, keine mietrechtliche Definition von Barrierefreiheit gibt. Wenn im Vertrag weder die ÖNORM B 1610 erwähnt wird, noch betreutes Wohnen damit interpretiert wird, dass ergänzende Dienstleistungen angeboten werden, dann ist davon auszugehen, dass es sich um eine ganz normale Wohnung handelt.

FAIR WOHNEN SERVICE 4/2013, S.21/21

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