Thymian, Pflanze des Jahres 2013

Januar 27th, 2013 | No Comments | Posted in News, Wissenschaft und Forschung

Thymus_vulgaris0Er ist ein Allrounder. Seine Eigenschaften: antiviral,entzündungshemmend, stoffwechselanregend, immunstimmulierend, stärkend, anregend. Er hilft bei Angina,Durchblutungsstörungen, Depressonen und vielen anderen Krankheiten. Thymian wurde bereits in einer der ältesten bekannten medizinischen Aufzeichnung beschrieben, dem Ebers Papyrus und von der Benediktinernonne Hildegard von Bingen im Sammelwerk für Frühdeutsche Medizin genannt.Am 15. Juni 2013 gab es im Stift Rein, Bezirk Graz und Umgebung ein großes Fest für die Pflanze des Jahres 2013 .Bei der 2. Wintertagung der ÖGWA, der Österreichischen Gesellschaft für wissenschaftliche Aromatherapie und Aromapflege am 26.1.2013 wurde der

Alleskönner

von Dr. Wolfgang Steflitsch präsentiert. Die Stärken des Thymus vulgaris liegen in seinen Chemotypen wie Linalool, Thujanol und Thymol. Kollege Thymus Mastichina hingegen ist eine Thymianart von der iberischen Halbinsel. Fest steht, die Unterschiede in den Wirkstoffen sind ungewöhnlich groß und viele der handelsüblichen Thymianöle sind kein richtiges, natürliches Thymianöl sondern synthetische Zusätze.

Vorsicht vor Fälschungen

Ein Fläschen Rosenöl um 5 Euro. Der Preis garantiert die Fälschung. Es braucht 3.000-3.500 kg frische Blüten, um 1 kg naturreines Rosenöl zu destillieren. In einem Gramm Rosenöl befinden sich die ätherischen Bestandteile von 3-4 kg frischen Rosenblüten. Und da soll ein Fläschen von 15ml nur 5 Eurokosten, das kann kein echtes Rosenöl sein. Erich Schmidt,Vorstandsmitglied des Deutschen Verbandes der Riechstoffhersteller weiß als Analytiker ätherischer Öle, um die Probleme bei der Verwendung der Öle:

VORSICHT!

” Nicht alle ätherischen Öle, die auf dem Markt käuflich erworben werden können, entsprechen den Anforderungen für ein natürliches Öl. Es sind nicht nur die Verfälschungen, die immer noch angetroffen werden. Die Verwendung anderer Species bei der Herstellung oder auch Kontaminationen mit Herbiziden und Pestiziden können eine Verwendung generell unmöglich machen. Das Inverkehrbringen ätherischer Öle als Kosmetikum wirft große Probleme für Verbraucher und Gesetzgeber auf.”

Was alles möglich ist

Früher wurden ätherische Öle mit fetten Ölen gestreckt. Das geht heute nicht mehr, auch naturidentische Stoffe sind leicht nachweisbar. Lavandin zu Lavendel, Eukalyptus in Rosmarin, Geranium in der Rose, das alles ist machbar aber in der chemischen Analyse auch nachweisbar. Und die Methoden werden immer fortschrittlicher: Gaschromatographie, Massenspektrometrie,NMR Nuclear Magnetic Resonance Spectroscopy, IRMS und in Zukunft die zweidimensionale Gaschromatographie.

www.oegwa.at

www.thescenteddrop.eu

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