Zauberformel Lebensqualität

Lebensqualität verstanden als „Maßstab des Fortschritts der Gesellschaft“ ist die Basis des österreichischen Bundesplans für SeniorInnen. Die Ergebnisse des umfassenden Berichts wurden am 29.Mai 2012 im Parlament im Rahmen des Symposiums „Aktiv Altern- der österreichische Weg“ der Öffentlichkeit präsentiert,organisiert von ÖPIA, Österreichische Plattform für Interdisziplinäre Alternsfragen und dem Österreichischen Seniorenrat.
VertreterInnen aus Politik ,Wirtschaft  und Wissenschaft diskutierten über dieses

“einzigartige Dokument in Europa“,

Analysiert wurde der Ist-Zustand, der sowohl Risikosituationen wie auch die Potentiale aufzeigt.
Univ.-Prof. Anton Amann und das Wiener Institut für sozialwissenschaftliche Dokumentation und Methodik haben den Plan erarbeitet. Sein Bezugspunkt ist u.a.

„die Frage, wie auch unter sehr spezifischen und besonderen Bedingungen ( Arbeitslosigkeit, Krankheit, Alter ) Menschen in einer Weise unterstützt werden können, um ein so weit wie möglich selbständiges Leben zu führen.“

Die Maßnahmen des Plans „Altern und Zukunft“ sehen vor über Aktivierung und Partizipation die Ressourcen und Fähigkeiten älterer Menschen zu erkennen und anzuerkennen. Erstellt wurde „Altern und Zukunft“ vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz in Zusammenarbeit mit dem Bundesseniorenbeirat.

Zu beziehen über http:// broschuerenservice.bmask.gv.at

Einig waren sich alle darin, dass der demographische Wandel positiv gesehen werden kann, vorausgesetzt es gelingt, das Potential der älteren MitbürgerInnen zu nutzen und das Beste daraus zu machen. Die Empfehlungen des Bundesplans in 14 Bereichen sollen dabei als Grundlage dienen.

Aussagen im Verlauf der Tagung:

Arbeit:

Es braucht bessere Möglichkeiten für Ältere am Arbeitsmarkt; jede/r soll entscheiden wie lange er/sie arbeiten möchte, Umdenken in den Unternehmen ist notwendig.

Lernen:

Lebensbegleitendes Lernen ist gefragt, Lernen ist eine Voraussetzung für ein aktives und glückliches Altern aber
„ wie kommt das Lernen zu den Menschen und nicht wie kann ich die Menschen in Bildungssituationen holen“, Prof.in Dr. Ada Pellert , Berlin.

Wohnen/ Pflege :

Absicherung der Pflege ist eine Grundvoraussetzung. Die meisten Menschen wünschen sich, möglichst eigenständig in den eigenen vier Wänden alt werden zu können, daher müssen Versorgungskonzepte erarbeitet und umgesetzt werden
„Pflege ist ein Wirtschaftsfaktor“ Prof.in Christel Bienstein , Witten/Herdecke „ die berufliche Pflege muss attraktiver werden.“
Es muss in altersgerechte Wohnungen und neue Wohnformen investiert werden.

Gesundheit:

„Die Betreuung geriatrischer PatientInnen stellt heute eine wirtschafts-und sozialpolitische Herausforderung dar“ ,Univ.-Prof.in Regina Roller-Wirnsberger, Graz.
„Es gibt keine Altersgruppe, die so kontrovers ist wie alte Menschen“,Prof..Dr. Cornel Sieber, Erlangen/Nürnberg. Frailty und Sarkopenie sind zentrale Forschungsgebiete der modernen Geriatrie, die sich um den Erhalt bzw. die Wiedererlangung der Funktionalität bei gebrechlichen (“frail“) ,betagten Menschen bemüht. Physische Frailty  bedeutet: Gewichtsverlust, Erschöpfung, Schwäche (Handkraft), langsame Gehweise und geringe körperliche Aktivität. Oft kommt es auch zur Abnahme der Muskelmasse- Sarkopenie-, ein Zustand der präventiv und therapeutisch angegangen werden kann.

Vorsicht Armutsfalle:

28% der alleinstehenden Pensionistinnen sind armutsgefährdet, daher ist eine
Wertsicherung der Pensionen gefragt.

Engagement, Generativität:

„Der demographische Wandel ist demokratietheoretisch hoch interessant. Er führt zu der Frage, was der Einzelne tun kann“, Prof. Andreas Kruse, Heidelberg. Neben dem Aspekt der Selbständigkeit, der Selbstverantwortung ist der Aspekt der Mitverantwortung wichtig. Wie kann ich meine Zeit sinnvoll nutzen, was kann ich für die nachfolgende Generation tun .Intergenerationelle Gerechtigkeit ist wichtig aber ebenso intragenerationelle Gerechtigkeit, also Gerechtigkeit nicht nur zwischen den Generationen sondern auch innerhalb einer Generation.

ALTERN und ZUKUNFT

Bndesplan für Seniorinnen und Senioren

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