Kontinent der raunzenden alten Männer und Frauen

September 5th, 2010 | No Comments | Posted in Featured Articles, News

Die Lebenserwartung nimmt zu, das ist inzwischen eine Binsenweisheit. Interessant ist wie ExpertInnen  auf die „demografische Herausforderung der Zukunft“ reagieren und die neue Langlebigkeit interpretieren.

Es sei falsch, die „alternden Gesellschaften “ nur negativ zu betrachten,

meinte Alexia Fürnkranz-Prskawetz, Vizedirektorin des Instituts für Demografie der Österreichschen Akademie der Wissenschaften bei der European Population Conference, die in Wien stattfand.

Horrorszenario Europa

Wenige Tage zuvor  warnte Ziga Turk, Generalsekretär des EU-Weisenrates in Alpbach vor einem, seiner Meinung nach, Horrorszenario.

“Europa drohe ein Kontinent der grantigen alten Männer und Frauen zu werden”

Der ex slowenische Minister und jetzige Universitätsprofessor meinte, die europäischen Entscheidungsträger müssten sich zwischen „Reformen oder Untergang“ entscheiden.
Ziga Turk ist Prof. für Bauingenieurwesen !!!!!!!! und war u.a. Vorsitzender des Aufsichtsrates der Telekom Slovenije.

Anregung zum Nachdenken für den EU- Weisen: Menschen sind keine Baustoffe.

Sind Großeltern geisteschwach ?

Eine weitere bezeichnende Aussage kommt von Norbert Walter, Ex-Chef-Volkswirt der Deutschen Bank, der sich  über den Mangel an Facharbeitern, die niedrigen Geburtenraten und verhätschelte Einzelkinder beklagt u.a. mit folgenden Worten:
dass sich hierzulande :

„vier geistesschwache Großeltern um die Gunst eines einzigen, verfetteten Jungen“ rangeln.
(Wiener Zeitung 4/5.September 2010

Interessiert es Sie, was der Generaldirektor der Pensionsversicherungsanstalt über seine KundInnen- also Sie- und deren Pensionen denkt?

„Die Alten wollen immer alles haben “.

Winfried Pinggera, Generaldirektor der Pensionsversicherungsanstalt.
Zitat aus dem Interview im Standard 6.9.2010

Weitere Ansichten jenes Managers, der seinen Job deswegen innehat, weil es Menschen in Österreich gibt, die jahrelang und regelmäßig ihre Pensionsbeiträge gezahlt haben bzw. immer noch zahlen.

„ Nur führt die demografische Entwicklung allmählich zu dem Problem, dass gegen die Bevölkerungsgruppe über 60 nichts mehr geht“

und weiter:

„Investieren wir in eine Pensionserhöhung weil zwei Pensionistenvertreter mehr als die Inflation wollen, oder verwenden wir das Geld für Forschung und Bildung, um jenen eine Chance zu geben, die den ganzen Spaß zahlen sollen ?“.

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