Emanzipation des Alters

Mai 2nd, 2010 | No Comments | Posted in Europa, News, Wissenschaft und Forschung

Emanzipation des Alters. Pro Senectute Studientag in Wien, 29. 4.2010.

Ausgangspunkt:

In Österreich leben 1,9 Millionen Männer und Frauen, die älter als 60 Jahre sind.

Wie wird über sie gesprochen, wie werden sie in den medien dargestellt?

Diskutiert werden die Vielfalt der Altersbilder, die Potentiale der alten Menschen

und die Rahmenbedingungen, die für eine Kultur des Alter(n)s erforderlich sind.

Aussagen des Tages:

"Altenplage" und "Rentnerschwemme"

wurden 1995 und 1996 zu den Unwörtern des Jahres gekürt. Spätestens seit damals ist auch in der breiten Öffentlichkeit ein Gefühl dafür vorhanden, dass zum sprachlichen Alltag in Deutschland alten- und altersfeindliche Äußerungen gehören"(Prof. Undine Kramer, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften).

 

Erfindung des Alters als eigenständige Lebenszeit (Heinz Ruegger)

AntiAgeing kämpft unter dem Motto "Forever young" gegen das Altern(H.R.)

Pro Ageing versteht Alter als gesellschaftliche Chance und Herausforderung(H.R.)

Paradigmenwechsel bedeutet: von AntAgeing zu ProAgeing(H.R.)

Einer Lebenskunst des Alterns geht es nicht um ein verharmlosendes Loblied auf das Alter. Es geht darum, das Alter mit seinen Höhen und Tiefen, seinen Chancen und Grenzen bewusst zu bejahen, selbstbewusst zu leben und möglichst eigenverantwortlich zu gestalten (H.R.)

Alter-Generativität:

meint für die Lebensphase Alter spezifische Formen,eigene Fähigkeiten und Ressourcen zum Wohl des grösseren sozialen und gesellschaftlichen Ganzen

einzusetzen.(H.R.)

Offenheit für die Passivität menschlichen Lebens.

Zu einer Lebenskunst des Alter(n)s gehört auch eine verstärkte Offenheit für die Erfahrung von Passivität als Grunddimension des menschlichen Lebens.

Ars moriendi: sich anfreunden mit der Endlichkeit des Lebens.

Dr. Heinz Rüegger , Theologe,ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institut Neumünster (CH) und Seelsorger in einem Pflegeheim.

WEITERE THESEN und AUSSAGEN

 

Wer sich im Alter keine Aufgabe gibt, gibt sich selbst auf( Prof. Helmut Bachmaier)

Was ist das Symbol, das Motto meines Lebens ist eine leichter zu beantwortbare Frage als was ist der Sinn meines Lebens( H.B.)

Drei internationale Studien zeigen: Zu einem erfolgreichen Alter gehört, dass man sich selbst lebenslang eine Aufgabe gibt und dass ein angemessenes Altenbild vorhanden ist.

Univ. Prof. Dr. Helmut Bachmaier arbeitet an der Philosophischen Fakultät der

Universität Konstanz und ist Präsident des Stiftungsrates der Tertianum-Stiftung "Forschen und Handeln für das Alter", CH.

Pro Senectute Österreich

www.prosenectute.at

buero@prosenectute.at

4796161

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