Das Potential der späten Jahre

Unser zweiter multimedialer Abend mit Referaten und Diskussionen anlässlich des Internationalen Tages der älteren Menschen (UN) am 1. Oktober fand am 25. September 2009 in der Wiener Urania statt. Mit Referaten von:
Klara Obermüller, Publizistin, Zürich: Thema: Ruhestand, nein – danke!
Univ.-Prof. Dr. Giselher Guttmann, Sigmund Freud Privat Universität, Wien: Thema: SeniorInnenstudium, ja – bitte!
Hubert Gaisbauer, Kulturpublizist, Krems: Thema: Für die Kunst zu altern brauchen wir die Kunst

darüber hinaus wirkten mit:

Nicole Berndt-Caccivio, Choreografin
Dr. Hedwig Fritz, Third Age Coach
Dkff. Waltraud Maier-Hollunder, akkreditierte Wirtschaftstrainerin „Plattform Arbeit und Alter“
Thomas J. Nagy, systemischer Coach und Autor
Ao. Uni. Prof. Mag. Dr. Martin Scheutz, Institut für Geschichte, Universität Wien

Moderation: Elisabeth Nöstlinger
Musik: SEXPerience
TanzPerformance: AGE COMPANY
Bericht im „Salzburger Nachtstudio“ Ö1, Mittwoch 30. September 2009, 21h

Thema des Abends

Wir alle werden immer älter. Wie schön. Aber was tun mit dem erweiterten Lebensabend nach der freiwilligen oder unfreiwilligen Pensionierung?
Die immer noch gültigen Klischees vom Alter stimmen schon längst nicht mehr.
Die neue Altersforschung bestätigt:

Älter werden kann als eine Lebensphase angesehen werden, in der spezielle Formen von Lernen, Wachstum, Kreativität und gesellschaftlichen Engagement möglich sind. Aus diesen neuen Lebensmodellen der älteren Menschen entsteht ein anregender und motivierender Impuls auch für alle anderen Generationen.

Kann es sich eine Gesellschaft leisten,

ihre älter werdenden MitbürgerInnen auf das Abstellgleis Ruhestand abzuschieben? Brauchen wir nicht eine neue Form der Altersvorsorge im Sinne einer physischen, mentalen, sozialen, kreativen Zukunftssicherung?

Thesen

Klara Obermüller:„Ich versuche mich langsam an den Gedanken zu gewöhnen, dass nicht mehr alles möglich und nicht mehr alles nötig ist“

Thomas J. Nagy: „Endlich leben – Oder: Wenn ich einmal alt bin?“ ist der mehrdeutige Titel seiner CD, in der er in Gesprächen mit verschiedenen ExpertInnen und vor allem mit jungen, älteren und alten Menschen der Frage auf den Grund ging, was Alter überhaupt ist, wann man alt ist, welche Chancen und Möglichkeiten bestehen und welche Schattenseiten es auch zu beleuchten gilt.

Hubert Gaisbauer: „Altern bedeutet nicht Verfall, sondern Veränderung. Auch Kreativität nimmt nicht ab, sondern ändert sich. Die Begegnung mit Kunst hilft, das Alter/n sinnvoller zu erfahren; sie regt immer an, gerade dann, wenn sie aufregt. Harmlose Kunst ist meist schlechte Kunst (Emil Nolde) Gute Kunst fragt: bist du, wer du sein willst? Indem wir darauf die Antwort suchen, erhalten wir uns geistig jung.“

Dkff. Waltraud Maier-Hollunder: „Alt aber guuuuut! Menschen über 50 unterschätzen häufig sich und Ihre Fähigkeiten. Dabei haben sie viel Lebenserfahrung und gehen daher in allen Gründungsphasen sehr zielgerichtet vor.

eine Veranstaltung von alters.kulturen, Wiener Urania mit Unterstützung des BMfUKK sowie der MA 7

Das Referat von Clara Obermüller finden Sie unter Timbuktu,

Leave a Reply