Lebensmodelle

Februar 8th, 2009 | 1 Comment | Posted in Lebensmodelle

In der Kategorie “Lebensmodelle” ist Platz für Eure Zukunftsvisionen. Wo seht Ihr Euch in 10 Jahren? In 20 oder noch mehr? Womit würdet Ihr Euch dann gerne die Zeit vertreiben, wenn eine Fee Euch fragte. Habt Ihr schon einen Plan? Habt Ihr Hobbies, welchen Ihr dann mehr Zeit widmen wollt? Wollte Ihr neue entdecken? Wollt Ihr hier bleiben oder ganz weit weg leben? Wollte Ihr aktiv sein oder faulenzen? Oder schiebt Ihr den Gedanken ganz weit weg?

Erzähl uns von Deinem nächsten oder übernächsten Lebensmodell!

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One Response to “Lebensmodelle”

  1. Birgit Meinhard-Schiebel Says:

    Role Model werden

    Model wollte ich zwar nie werden, aber langsam wird es notwendig. Was so dazu gehört…

    * Deklariere Dich eindeutig und unmißverständlich als ältere Frau/älterer Mann/Mensch

    * Lass Dir nicht einreden, dass Du Dich anders anziehen sollst, wenn Dir das gefällt, was Du
    anziehen magst

    * Lass Dir nicht einreden, Du hättest genug gearbeitet und solltes ein wenig leiser treten.
    Leisetreten ist etwas für LeisetreterInnen, altersunabhängig, basta

    * Lass Dich nicht verwalten, nicht ent-autonomisieren. Mach Deine Sachen, erledige was zu
    erledigen ist, auch wenn es manchmal unangenehm ist oder öfter

    * Mach Dir nichts vor, wenn Du merkst, dass sich Dein Körper verändert. No na verändert er sich.

    * Sag niemals “In meinem Alter…” und “Wissen Sie, ich bin schon 99″. Es ist kein Privileg, alt zu
    werden und es zu sein. Es ist eine biologische Tatsache.

    * Erkläre anderen Menschen nicht die Welt. Der einzige Vorteil, dass Du bereits einiges erlebt hast,
    kann Dir vielleicht das Leben leichter machen – oder schwerer, je nach dem. Aber das ist Deine
    Geschichte und nicht die der Anderen.

    * Wenn Menschen Dir erklären, “Du wirst schon sehen, wenn Du dann gebrechlich bist und Pflege
    brauchst” sag ihnen: Natürlich ist das möglich. Es ist klug, das in Erwägung zu ziehen. Es ist
    ebenso klug, sich pragmatisch mit eventuellen Notwendigkeiten auseinander zu setzen. Aber
    deshalb den Rest der Lebenszeit mit der Angst davor zu verbringen, ist vergeudete Zeit.

    * Du und wir haben einen Job vor uns: zu zeigen, dass Älterwerden ein normaler Prozess ist, der
    mit unserer Geburt begonnen hat. Und dass alte Menschen heute (wie auch früher schon öfter
    mal ) weder ihre Selbstverantwortung beim Austritt aus dem Erwerbsleben abgeben noch dazu
    berechtigt sind, sich auf irgendwelchen Lorbeeren auszuruhen, selbst dann, wenn sie welche
    verdient haben.

    * Übrigens: Handys sind da, um zu telefonieren und um erreichbar zu sein. Sie als Notrufersatz zu
    benützen, ist sinnlos. Weil das Handy nicht dort ist, wo Du es brauchst, wenn Du in Not geraten
    solltest.

    * Neue Technologien sind kein Teufelszeug, sondern Entwicklungen der Technik. Kritische
    Auseinandersetzung damit ist okay, weil kritische Auseinandersetzung mit der Welt einfach zum
    aktiven Leben gehört.

    * Und: Role Models sind keine Denkmäler sondern Menschen, die zeigen, dass sie leben, mit allem
    drum und dran.

    * Hätte ich fast vergessen: wir alle sind “politische” Menschen, nur damit wir es nicht vergessen.

    * Viel Spaß, Energie und Neugier beim Leben!

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